Herzlich Willkommen zur virtuellen Begleitung der kommenden Ausstellung zum Thema „Reisen an den Rhein“ in der Rheinischen Landesbibliothek Koblenz. Auf den folgenden Seiten finden Sie ab dem 18. Oktober 2018 eine virtuelle Ausstellung zum Thema und Informationen zu den Exponaten.

Über die Ausstellung

Die Entwicklung des Reisens, die Romantisierung von Landschaften und die Entwicklung einer nationalen Mythologie gehen in der Rheinromantik des ausgehenden 18. und 19. Jahrhunderts eine symbiotische Verbindung ein. Goethe, Hölderlin, Kleist und Friedrich Schlegel bereiten den Boden, Lord Byron macht mit seiner Verserzählung Childe Harold’s Pilgrimage den Rhein ebenso international populär wie Heinrich Heine mit seinem Loreley-Gedicht. Thomas Klings Gedicht “normale sage” ist das Zitat (“rheinromantik / hungergesicht des mäuseturms”) im Titel entnommen, es verhält sich ironisch-kritisch zu der vielfach zum Klischee geronnenen Tradition.
Mit der damit verbundenen Entstehung des modernen Tourismus werden neue Kommunikationsweisen und Textsorten wie Reiseführer oder Ansichtspostkarten, Reiseplakate, Reisekataloge wichtig. Das Rheinthema steht am Beginn der Baedeker-Reiseführer und findet sich auch vielfach als Bildmotiv auf Ansichtskarten.
Die Ausstellung möchte die Bedeutung der Rhein-Reisen aus sprach-, literatur- und kulturwissenschaftlicher Sicht erschließen. Sie ist das Arbeitsergebnis von zwei Seminaren im Sommersemester 2018 an der Universität Koblenz-Landau.

Die Ausstellung wurde am 18. Oktober um 19 Uhr mit einem Vortrag zu Reisen der deutschen Romantiker an den Rhein von Prof. Dr Wolfgang Bunzel vom Freien Deutschen Hochstift und einem Poetry Slam von Joshua Vogelgesang „Scherz, Satire, Ironie ohne tiefere Bedeutung“ eröffnet.

Verantwortliche

Institut für Germanistik, Universität Koblenz

Neben den traditionellen Arbeitsgebieten (Neuere deutsche Literaturwissenschaft, Germanistische Linguistik, Sprach- und Literaturdidaktik, Sprachgeschichte/ Mediävistik) forscht und lehrt die Koblenzer Germanistik auch auf innovativen Gebieten:

  1. Im Programm einer integrierten Germanistik erproben wir linguistische, literaturwissenschaftliche sowie sprach- und literaturdidaktische Zugriffe auf alltägliche und künstlerische sprachliche Tätigkeiten und Handlungs-zusammenhänge, seien sie nun oral, literal oder medial vermittelt.
  2. Ein wesentliche Entwicklungseigenschaft der gegenwärtigen Humanities liegt in ihrem Weltweit-Werden, d.h. einer Globalisierung des wissenschaftlichen Diskurses und einer zunehmenden Auflösung der universitären Topologie, die mit der Virtualisierung der Universitäten, aber auch der zunehmenden Durchdringung der Berufs- und Alltagswelt mit neuen Informations- und Kommunikationstechnologien zusammenhängt. Die Koblenzer Germanistik hat sich in den Bereichen der Germanistischen Linguistik und der Fachdidaktik deshalb auf den Gebieten Wissen-schaftsdiskurse, Wissenstransfer und Medienkommunikation in Forschung und Lehre profiliert.

Landesbibliothekszentrum/
Rheinische Landesbibliothek

Das Landesbibliothekszentrum Rheinland-Pfalz ist eine bibliothekarische Dienstleistungseinrichtung und ermöglicht den Zugang zu weltweiten Informationsangeboten und die Nutzung moderner Informationstechnologien.

Zusammen bilden unsere fünf Einrichtungen ein leistungsstarkes Kompetenzzentrum für alle Fragen der Medien- und Informationsvermittlung. In enger Abstimmung arbeiten wir gemeinsam am Aufbau eines leistungsfähigen Bibliothekssystems für das Land Rheinland-Pfalz und fördern die Kooperation und Vernetzung der Bibliotheken im Land unter anderem durch die Koordinierung landesweiter und regionaler Bibliotheksprojekte (Leseförderung, Leseecken in Ganztagsschulen,… ).

Das Landesbibliothekszentrum wurde im September 2004 gegründet und untersteht dem Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur.

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