Schon seit Jahrhunderten gilt das Rheintal als beliebtes Ausflugs- und Reiseziel. Dichter und Schriftsteller wie Goethe und Brentano ließen sich von den malerischen Orten und Landschaften inspirieren und unternahmen eigene Rheinreisen. Auch heutzutage erfreuen sich historische Anlaufstellen großer Beliebtheit. So steigt jährlich die Anzahl der Reisenden, die touristische Höhepunkte, wie die Marksburg oder die Drosselgasse besichtigen und sich deren romantischem Charme hingeben wollen. Doch ergeben sich durch diesen Massentourismus auch negative Aspekte? Verblassen durch überfüllte Parkplätze und unzählige Souvenirshops die Magie und die romantische Wirkung der geschichtsträchtigen Bauten und Orte allmählich? Wie wird der (Massen-)Tourismus an solchen Orten wahrgenommen? Wie ist die Stimmung im Gegensatz dazu an Orten, die fernab vom Massentourismus liegen?

Mit diesen Fragen beschäftigt sich unser Projekt mit dem Titel „(Massen)Tourismus am Rhein“. Dazu haben wir bereits diverse Interviews mit Personen geführt, die unmittelbar mit dem Tourismus am Rhein in Berührung stehen. In der Ausstellung möchten wir auf die verschiedenen Stimmen und Meinungen zum Thema (Massen-)Tourismus eingehen – beispielsweise aus Sicht eines Parkplatzeinweisers auf der Marksburg, einer ehrenamtlichen Angestellten in der Touristinfo Osterspai oder zwei Bedienungen einer Lokalität in der Drosselgasse.

Das gesammelten Foto- und Audiomaterial, das zum einen die romantischen und doch vom Tourismus beeinflussten Orte zeigt, zum anderen die Personen, die an diesen Orten leben und arbeiten, können Sie auf der Ausstellung begutachten.

Dieses Thema wurde bearbeitet von: Mathias Linn und Tina Winkel.

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